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Produkte zur Kostenoptimierung - ein Überblick!


von Maria

Strom selber produzieren und für den Eigenbedarf verwenden? Regenwasser auffangen, um steigende Wasserpreise entgegenzuwirken? Diese und viele weitere Maßnahmen sind heute keine seltenheit mehr. Im Gegenteil. Viele Produkte sind im Umlauf und Gesprächen. Die einen meinen eine Photovoltaikanlage lohnt nicht mehr, die anderen schwören auf eine Windkraftanlage. 

Wir haben uns mit Effizienzprodukten auseinandergesetzt und geben einen Überblick.

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Solar / Photovoltaik

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Wenn Ihr Haus auf der Sonnenseite liegt, beispielsweise Süd-West, profitieren Sie vor allem bei der Installation von Solar/Photovoltaik. Sie sparen Kosten und tragen etwas für die Umwelt bei. Der Verbrauch von fossilen Brennstoffen wird verringert und CO2-Emmissionen werden reduziert. Ist das nicht ein Grund zum Strahlen?

Nur die Schattenseite ist, dass der Profit erst mit den Jahren erzielt wird und zuvor schon viel Geld zu investieren ist. Hinzu kommt, dass Solarzellen üblicherweise mit giftigen Materialen wie Blei und Lithium hergestellt werden. Diese Schadstoffe gelten als umweltbelastend und stellen bei der Entsorgung ein Problem dar. Allerdings nutzt bislang vor allem aus Kostengründen kaum ein Unternehmen die umweltfreundlichen Alternativen.

Die EEG-Durchschnittsvergütung ist laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Jahre 2011 bis 2017 von 18,3 ct/kWh auf 16,0 ct/kWh gesunken. Dennoch wird weiterhin von hohen Renditen von bis zu 10% oder sogar mehr ausgegangen. Allgemein ist demnach eine Anschaffung empfehlenswert, wenn Sie sich schon eine gewisse Grundsicherheit aufgebaut haben.

 

Windkraftanlagen

Wie steht es mit der Investition in eine private Windkraftanlage? Wenn der eigene Windstrom günstiger ist, als der Strompreis des Energieversorgers, und größtenteils selbst verbraucht wird, spricht einiges dafür. Ab Windgeschwindigkeiten von 5 bis 7 m pro Sekunde rentiert sich der Betrieb einer privaten Anlage.  

Wenn Sie als Hauptmotiv jedoch vor allem Wirtschaftlichkeit und effektive Einsparung von Stromkosten verfolgen, sollten Sie besser Solar wählen. Besteht dennoch das Interesse in Windenergie zu investieren und vor allem Rendite zu erzielen, können Sie sich auch bei einem Bürgerwindpark beteiligen. Zu den Windparks zählen beispielsweise Denkendorf, Hohenlohe und Morbach.

 

BHKW (Blockheizkraftwerk)

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Ein Blockheizkraftwerk lohnt sich besonders, wenn Sie als Betreiber über das Jahr einen konstanten Wärmebedarf haben, also auch im Sommer. Mikro- und Mini-BHKWs, die für den Einsatz in Einfamilienhäusern konzipiert wurden, sollten in der Regel mindestens 5.000 Betriebsstunden pro Jahr, in denen sie voll ausgelastet sind, laufen. Zum Vergleich: Ein Jahr hat 8.760 Stunden. 

Die Anschaffungskosten für BHKWs variieren stark, vor allem in Abhängigkeit von der verwendeten Technik und der Leistungsstärke. Die Installation eines kleinen BHKWs erfordert Investitionen ab ca. 20.000 Euro.  

Am günstigsten ist es, einen großen Anteil des hierbei erzeugten Stroms im Gebäude selbst zu nutzen.


Wechselrichter

Für die Rentabilität von Photovoltaik-Anlagen spielen Wechselrichter eine zentrale Rolle. Ihre Aufgabe ist es, den von einer Solaranlage erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln und die maximal mögliche Leistung ins Netz einzuspeisen. Dass Wechselrichter die Lebensdauer von Photovoltaikmodulen erreichen ist eher unwahrscheinlich, da die elektrische Beanspruchung der Schaltung und die Umgebungstemperatur einen fortwährenden Verschleiß hervorrufen. In der Regel wird von einer durchschnittlichen Lebensdauer von rund 15 Jahren ausgegangen. Die Lebensdauer von PV-Modulen liegt bei mindestens 20 Jahren. Generell gilt: Je besser die Konfiguration und die Verschaltung der Module, desto höher die Lebensdauer des Wechselrichters. Die üblichen Garantiezeiten für Wechselrichter liegen bei fünf bis zehn Jahren. Teilweise können sie gegen Aufpreis verlängert werden.


Smart Meter

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Seit dem Jahr 2017 werden alle Zähler für Kunden ab einem Verbrauch von 10.000 kWh/Jahr durch intelligente Messsysteme ausgetauscht. Hierbei handelt es sich um elektronische Zähler inkl. Datenübertragung. Erst wenn ein Zähler aus der Eichfrist läuft und erneuert/nachgeeicht werden müsste, wird der Smart-Meter eingebaut. Die Kunden haben also bis zu 8 Jahre Zeit auf die intelligente Messtechnik umzurüsten. Mithilfe des Energiemonitorings können Sie als Verbraucher online Ihren aktuellen oder vergangenen Energieverbrauchswert tages-, wochen-, monats- und jahresbezogen einsehen. Somit haben Sie eine höhere Transparenz über Ihren Stromverbrauch. Mögliche Einsparpotentiale können von Ihnen eingesehen werden und Sie können vereinfacht Ihre Abrechnung überprüfen.   


Submetering / Untermessungen

Submetering ist vor allem für größere Immobilien und Produktionsbetriebe nützlich, wo der Gesamtverbrauch wenig aufschlussreich ist. Dafür wird ein weiterer Zähler hinter dem Abrechnungszähler installiert. Dieser zeichnet den Stromfluss einzelner Bereiche oder Geräte auf. Somit wird neben dem Gesamtverbrauch auch ermittelt, wieviel Strom beispielsweise ein Kühlgerät benötigt. Dies ist wichtig, damit rechtzeitig entschieden werden kann, ob es Sinn macht, das alte Gerät zu ersetzen. Die Messdaten und Berichte werden Ihnen als Kunde online dargestellt. 

 

Energiemonitoring

Um Energiesparpotenziale aufzudecken, wird zunächst eine Übersicht über den aktuellen Verbrauch benötigt. Dabei helfen Energiemonitoring-Systeme, welche alle laufenden Zählerstände sammeln und auswerten. Auf diese Weise haben Sie jederzeit minutengenau die Einsicht über den Stromverbrauch und können rechtzeitig Effizienzmaßnahmen durchführen. So werden Sie auch nicht von Nachzahlungen überrascht.

Energiemonitoring ist für jeden Gebäudetyp geeignet und unabhängig von der Energielieferung. Auch bei Wechsel des Lieferanten behalten Sie Ihre Vergangenheitsdaten und Auswertetools.

Nicht-KMU sind verpflichtet, ein Energiemanagement nach ISO 50001 einzuführen. Dieses beinhaltet auch die Energiemonitoring-Software.

 

Spannungsoptimierung

Dass die Spannung an jeder Steckdose in Deutschland 230 V beträgt, ist ein Gerücht. Damit ist lediglich die festgelegte Normspannung gemeint. Schwankungen von bis zu 10 % können im Stromnetz vorkommen. Insbesondere die Überspannung kann sich negativ auf elektrische Geräte auswirken. Zudem ist sie für die Funktion der technischen Geräte nicht notwendig.

Mithilfe der Spannungsoptimierung wird die Voltanzahl auf den kleinstmöglichen Wert reguliert und der Stromverbrauch somit gesenkt. Einsparungen von bis zu 18 % sind möglich. Die Geräteabnutzung wird verringert und die Umwelt geschont. Wo viele elektrische Geräte in Benutzung sind, ist die Spannungsoptimierung besonders sinnvoll. Vorteil ist die vergleichsweise schnelle Amortisation.

 

Smart Home

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Sobald Sie unterwegs sind schalten sich Ihre Lichter selbstständig aus und Ihre Rollläden lassen sich mit dem Handy steuern? Dann ist Ihnen Smart Home ein Begriff. Neben Komfort steht Energiesparen im intelligenten Heim mit an vorderster Stelle. So lassen sich mit einem Klick einzelne oder gleiche alle Geräte ausschalten. Wertvolle Zeit wird gespart und der Alltag ist vereinfacht. Dank aktueller Statusberichte ist auch eine erhöhte Sicherheit möglich. So erhalten Sie Überblick über beispielsweise Rauchmelder, Sicherheitskameras und Bewegungsmelder.

Wer seine eigenen vier Wände vernetzt, muss sich auch Gedanken um den Datenschutz machen. Schließlich gibt es keinen Ort, an dem Schutz in persönlichen Informationen wichtiger ist, als im eigenen Zuhause. Wenn Unbefugte an diese Daten gelangen, können sie daraus Bewegungsprofile erstellen. Ausgeschaltete Geräte deuten darauf hin, dass voraussichtlich niemand zu Hause ist. Für einen Einbruch wäre das die optimale Gelegenheit. Zu diesem Zweck könne auch gleich die in das Smart Home integrierte Alarmanlage ausgeschaltet werden.

Letztlich liegt es in der Entscheidung jedes Einzelnen, den Mehrwert eines Dienstes gegen die notwendigen persönlichen Daten abzuwägen. Für die möglichen Energieeinsparungen lohnt es sich auf jeden Fall.

 

Lichttechnik

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Nach dem Glühbirnen-Verbot werden LEDs und Energiesparlampen immer interessanter. Sie erzielen massive Energieeinsparungen und garantieren dennoch eine vergleichsweise hohe Leistung. Die beiden Leuchtmittel im Vergleich:    

Energiesparlampen

Mit einer Energiesparlampe lässt sich bis zu 80% Strom gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne einsparen. Die Lampe benötigt lediglich einige Sekunden, um ihre volle Helligkeit zu erreichen. Vor allem das Licht von älteren Exemplaren wird als kühl wahrgenommen. Wenn Sie kühleres Licht als angenehm empfinden, sind Energiesparlampen für Sie geeignet. Die Amortisationszeit von Energiesparlampen liegt bei rund 335 Stunden, was den Anschaffungspreis rasch bezahlt macht.

Bedenklich ist jedoch der Quecksilbergehalt. Selbst die geringen Dämpfe des hochgiftigen Schwermetalls können beim Zerbrechen der Leuchte zur Vergiftungsgefahr führen. Aus diesem Grund gilt es, Nutzen und Risiko abzuwägen.

 

LED

Das Licht von hochwertigen LEDs ist dem der Glühbirne sehr ähnlich. Im Vergleich dazu verbraucht das leistungsstarke Leuchtmittel bis zu 90 % weniger Energie. LED-Lampen enthalten kein Quecksilber und können, wenn sie kaputt sind, im normalen Haushaltsmüll weggeworfen werden. Wenn Ihnen das wärmere Licht der LEDs zusagt, lohnt sich die Investition.

Die moderne Lichttechnik ist anfangs teurer, jedoch amortisieren sich LEDs schon nach rund 200 Betriebsstunden. Durch die sehr lange Lebensdauer von etwa 50.000 Betriebsstunden ist der geringe Wartungsaufwand von klarem Vorteil.

Fazit: Der Lampentausch empfiehlt sich bei Glühbirnen auf jeden Fall. LED-Lampen sind langfristig günstiger und haben die beste Ökobilanz.

 

Ladesäule

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Elektroautos sind das Thema, wenn es um umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel geht. Doch woher bekommt es seinen Strom? Private Ladesäulen ermöglichen das bequeme Aufladen von Zuhause aus.

Für eine Schnellladestation benötigen Sie einen Starkstromanschluss. Da dieser in Garagen und Co. eher weniger vorhanden ist, muss eine entsprechende Leitung verlegt werden. Bei einer Aufrüstung des bestehenden Stromanschlusses sollte vorher eine Beratung durch eine Fachkraft erfolgen, denn die Umbaumaßnahmen ziehen feuerpolizeiliche Vorschriften mit sich. Sind die Leitungen verlegt worden, kann das Elektroauto jedoch viel schneller als über eine herkömmliche Steckdose aufgeladen werden.

Rentabel ist die private Ladesäule somit, wenn Sie Ihr E-Auto schneller und müheloser aufladen wollen und Sie die Umbaukosten, die maßgeblich von der baulichen Situation und der bereits vorhandenen Infrastruktur abhängen, in Kauf nehmen.


Lüftungsanlage

Für wen sind Lüftungssysteme geeignet? Wohnen Sie beispielsweise an einer stark befahrenen Straße? Mit Lüftungsanlagen kann die meist gefilterte Luft in Ihre Wohnräume gelangen. Dabei dringt kein Lärm ein, wie es bei offenen Fenstern der Fall wäre. Die installierten Luftfilter sind ebenfalls für Allergiker nützlich, da weniger Staub und Pollen in die Wohnräume gelangen. Durch die verbesserte Luftqualität wird außerdem das Entstehen von Feuchtigkeit und Schimmel vermieden. Aus diesen Gründen wirken sich Lüftungsanlagen allgemein sehr auf die Gesundheit der Bewohner aus. Zentrale Lüftungsanlagen sorgen am besten für den nötigen Luftwechsel. Durch die Wärmerückgewinnung kann nämlich ein Großteil der Energie eingespart werden.

Der Nachteil der kontrollierten Wohnraumlüftung ist der Kostenfaktor. Die Anschaffungskosten einer einfachen Abluftanlage belaufen sich auf ca. 3.000 €. Zentral gesteuerte Anlagen können einen Preis von bis zu 6.000 € haben. Je nach Aufwand und Hausgröße kann der Preis dennoch steigen. Aus diesem Grund eignet sich ein Energieberater, um vor dem Einbau die Rentabilität und Eignung zur Installation festzustellen.

 

Nachhaltige Dämmung

Die Wärmedämmung ist wesentliche Voraussetzung für eine gute Wirtschaftlichkeit.

Zum umweltfreundlichen Dämmstoff zählt Schafwolle. Das Material schützt vor Kälte und Hitze und reguliert die Feuchtigkeit im Raum. Bis zu 30 % des Eigengewichts kann sie an Feuchtigkeit aufnehmen ohne die Dämmeigenschaften zu verändern. Die Schafwolle baut Schadstoffe in der Luft ab und bringt die natürliche Raumluft zum Zirkulieren. Der nachwachsende Rohstoff  braucht in der Herstellung besonders wenig Energie und ist bei der Entsorgung einfach kompostierbar. Als vegane Alternative ist auch eine Hanfdämmung möglich.

 

Wasserzisterne

Aus ökologischer Sicht hat eine Wasserzisterne nur Vorteile. Ob sich die Zisterne auch wirtschaftlich lohnt, wirft sich als Frage auf, wenn das Trinkwasser wegen der hohen Nitratbelastung durch die Landwirtschaft noch deutlich teurer werden könnte. Schließlich ist das energetisch aufbereitete Trinkwasser zur Gartenbewässerung oder für die Toilettenspülung nicht notwendig. Dafür ist pures Regenwasser ausreichend und sogar besser, denn Regenwasser ist kalk- und chlorfrei. Damit sind Kalkschäden an der Waschmaschine oder anderen Haushaltsgeräten nahezu ausgeschlossen. Generell sollte man mit 2000 € bis 5000 € für seine Zisterne rechnen.

 

Brunnen

Ein Brunnen ist am besten bei sandigen Böden geeignet. Der Grundwasserspiegel sollte bei einem durchschnittlich großen Garten nicht tiefer als sechs Meter unter der Geländeoberfläche liegen. Bei einem sehr großen Grundstück kann hingegen auch ein tieferer Brunnen Sinn machen. Den Grundwasserspiegel können Sie bei der Wasserbehörde, beim Wasserversorger oder bei einem Brunnenbauer erfragen.

Der Brunnen lohnt sich vor allem dann, wenn er sich in fünf Jahren ausbezahlt hat.

Zu Beginn aller Planungen sollten Sie die Kosten der möglichen Wasserersparnis im Jahr mit fünf multiplizieren. Teurer sollte der Brunnenbau nicht werden. Ein gebohrter Brunnen hat dabei die längste Lebensdauer.


Euer wattislos-team.

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