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Teil 2: Nachhaltiges Energiemanagement für Unternehmen: Nie war nachhaltige Produktion so lohnenswert


von Lukas

Anderen ein Beispiel sein: Was macht Unternehmen nachhaltig?


Nachhaltigkeit ist aktuell ein beliebter Marketing-Begriff, mit dem sich immer mehr Unternehmen profilieren. Für das positive Image von Lebensmittel- und Kleiderherstellern ist der Umstieg hin zu nachhaltiger Produktion essenziell wichtig. Aber was bedeutet nachhaltiges Handeln für Unternehmen? Neben der CO²-neutralen Energieproduktion spielen viele Faktoren wie die Auswahl von Lieferanten und Transportwegen und der Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe eine wichtige Rolle für umweltfreundliche Unternehmensführung. Zahlreiche große und kleine Unternehmen wie der Elektronik-Konzern Siemens versprechen die Umrüstung ihrer Energiesysteme bis 2030, um ihr Image zu verbessern. Theoretisch ist der vollständige Umstieg zu nachhaltiger Energie jedoch schon heute möglich. Die Nachfrage für grüne Energiesysteme mit der Ressourcenknappheit auf dem fossilen Energiemarkt weiter steigen - mit der frühzeitigen Umrüstung können Unternehmer und Privatpersonen also einiges an Kapital einsparen.

 

Vorbilder in der Lebensmittelproduktion


In Deutschland steigt die Nachfrage für Bio-Produkte und Lebensmittel aus nachhaltiger und fairer Produktion dauerhaft. Das oberbayerische Unternehmen Hipp produziert seit 1932 Babynahrung aus ökologischem Anbau. Jährlich veröffentlicht der Konzern Nachhaltigkeitsberichte und nennt genaue Umweltbilanzen, unter anderem wird die Menge an produziertem Müll und Abgasen wie Kohlendioxid und Stickoxid angegeben. Das Nachhaltigkeitmanagement der Firma liegt in der Hand der Geschäftsführung - jedes Jahr setzt das Unternehmen sich neue ehrgeizige Ziele zur Verbesserung der Umweltbilanzen und präsentiert diese in geprüften Nachhaltigkeitsberichten. Hipp arbeitet mit zahlreichen Umweltschutzvereinen zusammen, die Zertifikate für naturfreundliche Produktion, Verpackung und Infrastrukur geben. Neben einem vorbildlichen Nachhaltigkeitsmanagement in der Herstellung und im Vertieb unterstützt das Unternehmen außerdem verschiedene Naturschutzprojekte und setzt sich unter anderem für den Vogelschutz und für die Reduzierung des Fleischkonsums in unserer Gesellschaft ein.

 

Nachhaltigkeits-Rankings für eine grünere Industrie


Die Autoindustrie ist direkt von der Energiewende betroffen und muss sich angesichts der schwindenden Reserven an fossilen Brennstoffen radikal erneuern. Hybrid- und E-Fahrzeuge gehen schon heute bei fast jedem Autohersteller in Serie, zusätzlich rüsten Automobil-Konzerne wie Audi auf Energie aus erneuerbaren Quellen um, um ihre Umweltbilanz zu verbessern. Audi führte 2017 außerdem ein Nachhaltigkeitsranking für Zulieferer und Manufakturen weltweit ein: In der 12-Punkte-Bewertung erstellt das Unternehmen ausführliche Nachhaltigkeitsberichte zu jedem Lieferanten. Diese sind laut der Geschäftsführung ausschlaggebend für die Vergabe von Kurz- und Daueraufträgen zur Herstellung von Einzelteilen. Mit der Einführung des Nachhaltigkeitsrankings rüstet Audi sich für die Zukunft und setzt neue Maßstäbe für die Nachhaltigkeitspolitik der Autoindustrie.

 

Beispiele für nachhaltige Unternehmen in Deutschland

Lebensbaum

  • Lebensbaum vertreibt Kaffee, Tee und Gewürze aus fairem Bio-Anbau.

GreenpeaceGreenpeace Energy

  • Greenpeace produziert mit Greenpeace Energy eigenen Öko-Strom.

Grüne Elefanten

  • Grüne Elefanten produziert pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel aus ökologischem Anbau, nutzt kein Plastik für die Verpackung, und spendet einen Teil seiner Betriebseinnahmen für den Artenschutz in Afrika.

BMW

  • Der Nachhaltigkeitsbericht von BMW wird in den Medien regelmäßig positiv hervorgehoben.

Im dritten Teil erklären wir Ihnen, wer heute schon auf ein nachhaltiges Energiemanagement umrüsten kann, wie wichtig der Nachhaltigkeitbericht für Firmen ist und wie die Vergabe des TÜV-Siegels für Emmissionswerte funktioniert.

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