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Enercity investiert in Biogas und Wärmecontracting

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Hannover - Der Regionalversorger Enercity hat ein Investitionsprogramm für Biogasanlagen aufgelegt. Über sein Tochterunternehmen Danpower will das Hannoveraner Unternehmen in den kommenden Jahren rund 20 Mio. Euro investieren. Ziel sei es, die Anlagen auch für die Zeit nach dem EEG fit zu machen, erläuterte Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Hannover. Die EEG-Förderung für Biomasse-Anlagen läuft ab 2024 aus. Für das Biomasseheizwerk in Pfaffenhoffen hat Enercity bereits bei der EEG-Auktion für Bestandsanlagen einen Zuschlag bekommen, so dass die Förderung bis 2035 gesichert ist.


Wärmecontracting und Ladesäulen-Ausbau

Zudem legt Enercity in diesem Jahr ein Programm zum Wärmecontracting auf. Hintergrund sei, dass die Heizungen in Hannover deutlich älter seien als im Bundesdurchschnitt. 85 Prozent der Anlagen seien mehr als 15 Jahre im Einsatz, im Bundesdurchschnitt sind es 70 Prozent. Enercity hat für das Wärmecontracting zwei Produkte lanciert. Über das Programm "Komplett Wärme" erhalten die Kunden eine Gas-Brennwerttherme, "Öko Wärme" ist ein Contracting-Angebot für Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Ambitioniert gibt sich das Unternehmen auch beim Thema Ladesäulen-Ausbau: Bis Ende des Jahres will es 300 Ladepunkte in Hannover errichtet haben, bis Ende kommenden Jahres sollen es 800 bis 900 sein. Dieses Ziel sei unabhängig davon, ob der Versorger ein von der Stadt Hannover ausgeschriebenes Ladesäulenprogramm gewinne, so Zapreva. Gewinne Enercity nicht, so müsse das Unternehmen mehr Punkte im halböffentlichen und privaten Raum installieren.


Gute Geschäftsentwicklung setzt sich fort

Die gute Geschäftsentwicklung der vorangegangenen Quartale setzte sich auch im dritten Quartal fort. Das Ebit stieg von 80 auf 128 Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern von 62 auf 110 Mio. Euro. Einzig die Stromerzeugung sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent. Grund dafür war der Verkauf des Kohlekraftwerks Mehrum. Dafür machte sich dieses nicht mehr mit Abschreibungen negativ in der Bilanz bemerkbar, wie Zapreva erläuterte. Gleichzeitig vergrößerte Enercity sein Erneuerbaren-Porfolio. Damit stieg der Ökostromanteil bei der Eigenerzeugung von 16 auf knapp 35 Prozent. In den vergangenen neun Monaten konnte Enercity seine Absatzmengen aus dem Verkauf und Handel mit Strom (+3 %) und Gas (+35 %) steigern. Trotz der gestiegenen Großhandelspreise werde Enercity seine Preise zum Jahreswechsel stabil halten, kündigte Zapreva an.


Quelle: Newsletter energate | immo

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