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Thüringen macht Energieberatung kostenlos

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Erfurt - Die Verbraucherzentrale Thüringen bietet jetzt eine kostenlose Energieberatung an. Verbraucher, die sich über eine klimafreundliche und kosteneffiziente Energieversorgung beraten lassen wollen, müssen künftig nicht mehr den Eigenanteil von 5 bis 40 Euro bezahlen, teilte die Verbraucherzentrale mit. Dazu hat sie mit dem Thüringer Umweltministerium und der Thüringer Energie- und Green-Tech-Agentur (Thega) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Beide unterstützen die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit jeweils 40.000 Euro im Jahr und tragen so den Eigenanteil, den Verbraucher bislang entrichten mussten. Finanziert wird das Serviceangebot vom Bundeswirtschaftsministerium - im vergangenen Jahr mit rund 315.000 Euro.

"Viele Heizungen in Thüringen verrichten seit der Sanierungswelle in den 90er-Jahren ihren Dienst und setzen auf fossile Energieträger wie Öl und Gas", sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne). Die Kooperation zur Energieberatung sieht die Landesregierung als praktisches Angebot, um das im Dezember verabschiedete Thüringer Klimaschutzgesetz umzusetzen. Demnach soll der Gebäudebestand im Land bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral sein.

Großes Potenzial beim Heizungstausch

"Im Rahmen unserer Energie-Checks nehmen unsere Fachleute beispielsweise die Heizung, die Bausubstanz, die Solaranlage oder individuelle Fragestellungen wie einen Schimmelbefall vor Ort unter die Lupe", erläuterte Ralph Walther, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Thüringen. Vor allem das Potenzial eines Heizungstauschs sei enorm. Im Privathaushalt gingen 80 Prozent des Energieverbrauchs auf Heizung und Warmwasser zurück. "Wer effizient Energiekosten sparen will, sollte sich also unbedingt mit der Heizung beschäftigen", so Walther.

Durch Beratungen im vergangenen Jahr habe die Verbraucherzentrale Einsparungen von 120 Mio. kWh Energie und 44.000 Tonnen CO2 erzielt. Von der neuen Kooperation erhofft sich Walther "noch bekannter zu werden und noch mehr Menschen zu erreichen". Nach Angaben der Verbraucherzentrale gibt es im Freistaat etwa 520.000 Wohngebäude, drei Viertel davon sind Ein- und Zweifamilienhäuser. 75 Prozent der Heizkessel in diesen Gebäuden wurden vor dem Jahr 2000 installiert.


Quelle: Newsletter energate | immo

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