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Wuppertaler Blockchain-Plattform wächst

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Wuppertal - Die auf Blockchain basierende regionale Plattform für den Handel mit Ökostrom "Tal.Markt" hat mittlerweile eine dreistellige Anzahl von Kunden. Das sagte Andy Völschow, Leiter bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW), im Gespräch mit energate. Die meisten davon seien Ökostrom-affine Kunden, es gebe aber auch technikbegeisterte unter ihnen. Theoretisch könnten die Kunden jede Viertelstunde ihren Strommix ändern, meist geschehe dies aber einmal im Monat. "Das ist aber das höchste der Gefühle, was man erwarten kann", so die Einschätzung Völschows. Der Stadtwerke-Manager kann sich vorstellen, dass die Änderung des Energiemixes künftig zunehmend automatisiert wird. Vorstellbar sei etwa, dass der Kunde eine bevorzugte Anlagenart angebe und das System dann, je nach Marktsituation, automatisch die prozentualen Anteile der einzelnen Anlagen verändere. 


Kunden sind preissensitiv

Die Talmarkt-Kunden verstünden zwar, dass intelligente Zähler ihren Preis hätten, die Zahlungsbereitschaft dafür sei aber sehr gering, sagte Völschow. Allerdings verwies er auch darauf, dass die Skaleneffekte beim Rollout auch zu sinkenden Preisen führen werden. Der Grundpreis inklusive Smart Meter beträgt bei Talmarkt rund 140 Euro im Jahr. Der Basispreis für eine Kilowattstunde liegt bei 28,12 Cent. Kunden könnten aber weniger zahlen, indem sie günstigere Anlagen auswählten. Anfangs hätte die Kunden hauptsächlich Strom aus einer im Erzeugungspool befindlichen Wasserkraftanlage gekauft, da diese am günstigsten gewesen sei. Als der Preis für den Strom aus einer Windkraftanlage sank, wechselten viele Kunden auch zu dieser, erläuterte Völschow. Das zeige, dass die Kunden auf Preissignale reagierten. 

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Zwei weitere Fotovoltaikanlagen im System
 
Die regionale Blockchain-Plattform Talmarkt startete Anfang des Jahres. Auf der Erzeugerseite standen zunächst drei Solar- und eine Windenergieanlage, eine Wasserkraftturbine, zwei BHKW und eine Müllverbrennungsanlage. Mittlerweile seien zwei weitere Fotovoltaikanlagen hinzugekommen, davon eine relativ große mit einer Leistung von über einem MW. Eines der vorrangigen Ziele sei es nun, weitere Anlagen auf der Erzeugungsseite einzubinden. Zudem soll die vom Kooperationspartner Axpo betriebene Plattform Elblox kontinuierlich kundenfreundlicher gestaltet werden. Auch räumlich solle das Produkt innerhalb der nächsten Entwicklungsschritte expandieren.


Quelle: Newsletter energate | immo

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